Meditieren lernen – Drei Stufen zur Gelassenheit

Meditieren lernen – Drei Stufen zur Gelassenheit

Digitalisierung, Globalisation, „Fake News“. Die Welt scheint sich mit jedem Tag schneller zu drehen. Und nebenbei bleibt der Alltag auch nicht stehen. Da kann man schon mal zu viel bekommen und wünscht sich nichts anderes als ein wenig Ruhe und Abstand. Aber nicht jeder kann einfach in den Urlaub auf die Bahamas fliegen. Manche können sogar nicht einmal einen Tag fehlen und wollen es vielleicht auch gar nicht.

Für alle, die nicht noch mehr ihrer Zeit abgeben wollen, gibt es die Möglichkeit schon in wenigen Minuten zu mehr Gelassenheit zu kommen. Glücklicherweise ist es nicht nötig Jahre in einem einsamen Kloster zu verbringen, um Meditieren lernen zu können. Ganz ohne Übung geht es aber auch nicht, deshalb sind hier unsere drei Stufen um meditieren zu lernen.

Meditieren Lernen

Stufe eins – Die richtige Vorbereitung

Um dich optimal vorzubereiten gibt es drei Faktoren, die du beachten solltest und die immer wieder von Relevanz sind wenn du Meditieren lernen willst:

  1. Die örtliche Wahrnehmung
  2. Die körperliche Wahrnehmung
  3. Die zeitliche Wahrnehmung

Wenn du dich immer wieder an diesen drei Punkten orientierst, wird es dir leichter fallen bei der Sache zu bleiben. Und darum geht es in erster Linie beim Meditieren.

Örtliche Wahrnehmung

Als allererstes benötigst du einen Ort zum Meditieren. Dieser kann überall sein. Am Anfang solltest du dir aber einen ruhigen Ort suchen, am Besten bei dir Zuhause. Auch ein Umfeld, in dem du dich wohl fühlst ist möglich. Später wirst du nicht mehr darauf angewiesen sein dich an einem festen Ort aufzuhalten.

Um dich einzustimmen kannst du gewisse Rituale benutzen. Zum Beispiel kannst du eine Kerze anzünden oder ein schönes Objekt zu dir stellen. Wichtig ist jedoch dich nicht abhängig von diesen Ritualen zu machen. Wenn es dir besondere Freude bereitet, solltest du die Objekte von Zeit zu Zeit wechseln, damit du nicht auf sie angewiesen bist. Deine Konzentration sollte nicht bei den Objekten liegen, sondern bei dir selbst.

Wer Meditieren lernen möchte denkt vermutlich an den klassischen Schneidersitz auf dem Kissen. Vielleicht sogar an den Mönch, welcher unter dem freien Himmel auf Steinen meditiert, ähnlich wie bei unserem Beitragsbild. Tatsächlich solltest du in den Anfängen auf keinen Fall eine so ungemütliche Position einnehmen. Du kannst auch im Sitzen auf einem Stuhl meditieren. Wichtig ist, dass du dich nicht anlehnst, sondern aufrecht sitzt! Um deine Haltung zu unterstützen kannst du dir ein Kissen dazu nehmen. Du solltest bequem und ohne Verspannung sitzen können. Stellst du nach der Meditation fest, dass dein Körper schmerzt musst du an deiner Haltung oder dem Sitzplatz arbeiten!

Körperliche Wahrnehmung

Meditieren lernen bedeutet auch Sitzen lernen. Auf dem Boden oder einem Kissen solltest du deine Beine im Schneidersitz anwinkeln. Überdehne dabei deine Gelenke nicht, sonst wirst du bald Schmerzen bekommen. In so einem Fall kannst du deine Sitzposition durch ein Kissen erhöhen. Dein Kopf sollte aufrecht sein und dein Rücken gestreckt. Auch hier solltest du dich nicht überdehnen. Lasse deine Hände auf deinen Knien oder deinen Oberschenkeln ruhen und entspanne deine Arme.

Auf einem Stuhl sitzend, sollten deine Beine im rechten Winkel sein. Lasse etwas Platz zwischen deinen Knien und deine Füße auf dem Boden ruhen. Halte auch hier deinen Kopf gerade. Du kannst auch dein Kinn leicht einziehen, um deinen Rücken zu strecken. Lasse deine Arme locker am Körper und lege deine Hände auf deinen Oberschenkeln ab. Ob du die Handflächen geöffnet oder geschlossen auflegst kannst du selbst entscheiden. Du kannst mit offenen oder geschlossenen Augen meditieren. Probiere ruhig aus auf welchem Weg es dir leichter fällt.

Zeitliche Wahrnehmung

Stundenlang zu meditieren wäre kompletter Wahnsinn. Tatsächlich solltest du in den Anfängen nur wenige Minuten meditieren. Fünf Minuten sollten ausreichen. Erst mit der Zeit kannst du die Dauer steigern, aber schon die körperliche Haltung kann sehr anstrengend sein. Die Faustregel sollte also sein: Meditieren sollte entspannend wirken und nicht auslaugend!

Damit du nicht alle zehn Sekunden auf die Uhr schauen musst, kannst du dir zum Beispiel einen Wecker stellen. Dadurch wirst du beim Meditieren nicht unterbrochen und hast trotzdem die Ruhe bis zum Ende konzentriert zu bleiben. Der Alarm sollte ruhig sein und langsam beginnen, damit du die Ruhe aus der Meditation nicht verlierst.

Finde eine Zeit zu der du meditierst. Gerade um meditieren lernen zu können, sollte eine gewisse Routine vorhanden sein. Du musst aber für dich ausprobieren, zu welcher Zeit und nach welchen Aktivitäten du meditierst. Möchtest du meditieren, um dich zu beruhigen? Oder meditierst du als Vorbereitung, um dich besser auf eine Aufgabe konzentrieren zu können? Beides ist durchaus möglich, aber die Situation in der du meditierst verändert sich drastisch durch dein Ziel. Versuche auch mal ohne Grund und den dadurch entstehenden Druck zu meditieren. Das kann dir das Meditieren an anderer Stelle leichter machen.

Stufe zwei – Meditieren für Anfänger

Örtliche Wahrnehmung

Im Zentrum deiner Konzentration sollte ein bestimmter Ort stehen. Um es dir leichter zu machen solltest du dich am Anfang auf deine Atmung konzentrieren. Der „bestimmte Ort“ ist hierbei ein Teil deines Körpers. Nämlich der Teil, an dem du den Atem am stärksten wahrnimmst. Klingt einfach? Dann versuche diese Konzentration aufrecht zu erhalten. Auch wenn beispielsweise eine Fliege auf deinem Hals landet, sollte deine Konzentration bei deinem Atem bleiben können.

Das heißt aber nicht, dass du beim Meditieren nicht auch auf andere Reize eingehen kannst. Es wird dir am Anfang aber schwerer fallen die Konzentration aufrecht zu erhalten. Zu späteren Zeitpunkten ist der örtliche Fokus beinahe egal. Solange du deine Konzentration immer wieder bei dem Ort deiner Wahl hälst ist es eine Form der Meditation. Meditieren lernen heißt Ablenkungen ignorieren zu können. Mit der Zeit wird dein Verstand es leichter haben sich nicht ablenken zu lassen.

Körperliche Wahrnehmung

Die körperliche Wahrnehmung in den Anfängen des meditieren Lernens ist ähnlich der örtlichen Wahrnehmung. Konzentrierst du dich beispielsweise auf deine Atmung, ist der Ort deiner Konzentration Teil deines Körpers. Bei der körperlichen Wahrnehmung geht es aber auch darum die Vorgehensweise deines Körpers zu verstehen.

Verstehe warum dein Körper sich ablenken lässt. Du konzentrierst dich auf deine Atmung und plötzlich kommt dir deine Arbeit in den Sinn? Welches Gefühl kommt dabei auf? Fühlst du dich vielleicht unter Stress gesetzt oder ordnest in Gedanken schon deine Arbeitsschritte? Nimm diese Gefühle an, aber versuche wieder zurück zum ursprünglichen Fokus deiner Konzentration zu gelangen. Überlege nach deiner Meditation warum dir in diesem Moment Gedanken durch den Kopf schossen. Suche nicht nach einem konkreten Grund, sondern nach dem Ziel deiner Gedanken. Es hilft dir zu verstehen wie dein Verstand normalerweise mit einer solchen Situation umgeht.

Dein Verstand ist im Alltag vielen verschiedenen Reizen ausgesetzt und hat gelernt so vielen wie möglich zu folgen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erreichen. Beim Meditieren ist es genau andersherum. Es geht nicht darum die Reize zu bearbeiten und auf jede Aktion eine Reaktion parat zu haben. Nur der selbst gewählte Reiz wird beachtet und die übrigen werden vorbeigelassen. Trotzdem solltest du diese Reize akzeptieren und sie nicht krampfhaft verdrängen wollen. Dadurch schenkst du ihnen nämlich wieder ungewollte Aufmerksamkeit. Mit genug Übung kannst du jederzeit, auch im Alltag, in den Meditationsmodus wechseln und dich auf eine Sache konzentrieren.

Zeitliche Wahrnehmung

Die zeitliche Wahrnehmung wird am Anfang einen kleinen, aber umso wichtigeren Teil einnehmen. Das bedeutet nicht nur, dass du dich langsam steigern solltest. Auch welche Auswirkungen eine längere Dauer auf dich hat ist entscheidend. Außerdem solltest du zurück in den Alltag finden.

Gerade was das Zeitliche betrifft solltest du dich am Anfang nicht übernehmen. Eine Übung kann auch bedeuten erst einmal ein Gefühl für das Meditieren zu bekommen. Und ohne Übung kann man kein meditieren lernen. Wenn du es dir zutraust deine Konzentration über längere Zeit aufrecht zu halten kannst du den Wecker dazu nehmen. Die ersten Sitzungen sollten trotzdem nicht länger als fünf Minuten sein. Vielleicht reichen dir diese auch auf längere Sicht schon. Meditieren sollte ein Genuss sein und keine Qual. Geht deine Konzentration schon beim Meditieren in Richtung „endlich vorbei“ meditierst du zu lange.

Hast du deine Übungen beendet ist es entscheident nicht hektisch wieder in den Alltag zu starten. Langsam und entspannt lautet hier die Devise. Springe nicht direkt auf und räume deine Hilfsmittel weg um durchzustarten. Reflektiere deine Gefühle und deine Wahrnehmung während und nach der Meditation. Dadurch wird es dir leichter fallen zu meditieren und die Konzentration auch außerhalb der Sitzungen abzurufen.

Stufe drei – Meditieren für „Fortgeschrittene“

Eigentlich gibt es beim Meditieren keine „Fortgeschrittenen“ oder „Profis“. Hast du allerdings das „Meditieren für Anfänger“ verinnerlicht kannst du dich an Vorgehensweisen heranwagen, die das Meditieren zu einem vielseitigerem Instrument machen. Beginne aber nicht zu früh mit Übungen, die dich überfordern. Das Meditieren für Anfänger ist im Grunde alles was du brauchst. Jede weitere Übung ist nur eine minimale Erweiterung oder Variation deiner ersten Versuche Meditieren zu lernen.

Örtliche Wahrnehmung

Alles ist wie es ist. Meditieren kann eine Menge Reize beinhalten. Ob es die Kinder sind, die nebenan Lärm machen, ein Auto das mit quietschenden Reifen losfährt oder „nur“ Vogelgezwitscher. Wie deine störenden Gedanken solltest du diese Reize wahrnehmen können ohne dass sie zu viel in dir auslösen.

Desto öfter du dich fokussierst, desto leichter wird es dir fallen diese Störungen zu akzeptieren. Auch außerhalb deines üblichen Ortes zu meditieren hilft dir dich von der Örtlichkeit zu lösen. Setze dich doch mal im Park auf eine Bank oder in eine von geschäftigem Treiben erfüllter Bahnhofshalle. Dadurch kannst du sowohl trainieren auf dein Umfeld acht zu geben als auch Störfaktoren zu akzeptieren und weiterziehen zu lassen.

Fühlst du dich wirklich sicher kannst du auch versuchen in der Bewegung zu meditieren. Passe jedoch auf dein Umfeld auf und bewege dich nicht an Orten an denen du zu viel reagieren musst. Hierfür wäre die Bahnhofhalle ungeeignet. Ein wenig besuchter Wanderweg bietet sich viel besser an.

Körperliche Wahrnehmung

Meditation kann sich nicht nur auf deine Atmung oder feste Objekte beziehen. Es ist auch möglich sich auf Gefühle zu konzentrieren. Gefühle wie Liebe oder Zorn zu fokussieren ist eine der schwersten Übungen und sollte bei jemanden der gerade begonnen hat meditieren zu lernen auf keinen Fall versucht werden.

An diese Gefühle sind nämlich eine Menge Faktoren wie Erinnerungen und körperliche Reaktionen geknüpft. Seine Liebe wahrzunehmen bedeutet einen schnelleren Puls, Gedanken an frühere oder jetzige Liebschaften und sogar körperliche Reaktionen. Mit Gefühlen verknüpft der Körper eine Menge Dinge und die Störfaktoren werden schnell gewaltig. Hier den Fokus nicht zu verlieren und trotzdem all diese Reaktionen zuzulassen ist eine gewaltige Aufgabe. Mit der Zeit kannst du so aber lernen deine Gefühle besser zu verstehen und zu erkennen.

Trotzdem sei noch einmal gesagt: Diese Technik zu beherrschen benötigt viel Übung. Es kann sogar sinnvoll sein sich entsprechende Hilfe dabei zu holen.

Zeitliche Wahrnehmung

Mit der örtlichen Wahrnehmung hast du bereits ein paar Möglichkeiten das Meditieren in den Alltag einzubinden. Aber auch in den alltäglichsten Dingen kannst du die Techniken der Meditation verwenden. Konzentriere dich auf die Gerüche beim Essen, das Gefühl von Materialien, die du berührst oder jegliche andere Sinneseinflüsse. Desto bewusster du vermeintlich Unwichtiges tust, desto mehr wirst du merken wie leicht es dir fällt dich deiner Situation anzunehmen.

Deine tägliche Routine wird somit immer mehr zu bewussten, einzelnen Aktionen. Deine tatsächliche Meditationsübung, wie du sie am Anfang gelernt hast, wird dadurch aber nicht ersetzt.

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Hoffentlich konnten wir dir einen Einblick in das meditieren Lernen geben. Meditation ist eine Übung, die dein Leben um einiges bereichern kann. Oben möchten wir dir noch eine Infografik zu den drei Stufen zeigen, die du gerne frei einbinden und verwenden darfst. Des weiteren haben wir noch ein paar Artikel zum Thema Konzentration für dich:

Konzentrationsübungen für mehr Ausgeglichenheit

Deine Konzentration steigern – Auch im Alltag

Konzentration durch Bewegung fördern

Lernstrategien – mit Planung zum Erfolg

Lernstrategien – mit Planung zum Erfolg

Jeder Mensch lernt tagtäglich unbewusst tausende von Sachen. Vieles davon ist unwichtig und manches Wissen bleibt für immer im Unterbewusstsein. Aber wie sieht es aus, wenn man gezielt lernen möchte? Der Stoff liegt parat, die Anforderungen sind bekannt. Nur welche Lernstrategie solltest du jetzt verwenden?

Wiederholung, immer wieder

Am liebsten möchte man es nicht hören, aber es lässt sich nicht umgehen. Egal welche Lernstrategie du fährst, du musst das Gelernte wiederholen. Das Übertragen deines Wissens von Kurzzeitgedächtnis in Langzeitgedächtnis setzt eine Wiederholung voraus. Diese Lernstrategie ist besonders nützlich, wenn du Dinge auswendig lernen willst.

  • Nutze Karteikarten – Die vermutlich älteste Form des Wiederholens. Wichtig: Mische die Karten nach jedem Durchgang, sonst lernst du vielleicht nur die Reihenfolge auswendig.
  • Hören und Sprechen – Insbesondere bei Sprachen und Vokabeln nützlich. Lass dir ein Wort oder einen Satz vorlesen und sprich ihn nach. Diese Strategie ermöglicht dir üben und wiederholen gleichzeitig.
  • Ausführen – Sportliche Übungen lassen sich sehr gut durch die Durchführung lernen. Das sogenannte Muskelgedächtnis lässt sich genauso gut trainieren wie das tatsächliche.
  • Quiz – Es hilft als Abfrage und als Wiederholung. Suche dir ein zu deinem Thema passendes Quiz und teste dein Wissen. Wie bei den Karteikarten gilt: Nicht immer dieselben Fragen hintereinander. Außerdem solltest du dir sicher sein, dass das Quiz deinen Anforderungen entspricht.

Der Weg ist das Ziel

Egal wie unangenehm dein Thema auch erscheinen mag, du musst es ernst nehmen. Es nützt dir nichts etwas auswendig zu lernen und es eine Woche nach der Prüfung wieder zu vergessen. Auch wenn es unter Umständen etwas mehr Arbeit bedeutet, als ursprünglich erhofft. Desto mehr Quellen und verschiedene Blickwinkel du erhälst, desto mehr Überblick gewinnst du jedoch über dein Thema. Diese Lernstrategie macht dein Thema zu einem Bestandteil deines Alltags und hilft dir somit das Wissen jederzeit anzuwenden.

  • Sekundärlektüre – Versuche dir so viele verschiedene Quellen wie möglich zu beschaffen. Das ermöglicht dir ein besonders breites Bild. Möglicherweise findest du sogar etwas interessantes, das dir den Zugang zur Thematik erleichtert.
  • Wissen anwenden – Versuche dein Thema im Alltag so oft wie möglich ins Gedächtnis zu rufen. Natürlich kannst du eine Kurvendiskussion nicht bei der Busfahrt anwenden, aber vielleicht findest du in deinem Alltag Dinge, die dich an das Erlernte erinnern. Dadurch verinnerlichst du das Wissen und verbindest es mit Erfahrungen.
  • Lernplan erstellen – Wir haben schon die wichtigsten Dinge für einen Lernplan hier zusammengestellt. Ein Lernplan unterstützt deine Lernstrategie auf jeder Ebene. Immer abrufbar kannst du jederzeit auf deine Informationen zugreifen. Diese Informationen können so breit gefächert sein wie es deine Vorgehensweise beim Erstellen zulässt.

Suggestion und Motivation

Kubisch, hexagonal, tetragonal und nicht zuletzt auch monoklin. Wer mal die Metrik von Elementarzellen auswendig lernen musste, weiß wie zäh und nutzlos einem das Lernen vorkommen kann. Da hilft es sich die Macht der Suggestion zur Hilfe zu holen. Ein starkes, gesundes Selbstbewusstsein und die Lust weiterzukommen ersetzen zwar nicht das Lernen, helfen aber sich durch den zähen Stoff zu arbeiten.

Wie du dein Selbstbewusstsein steigerst findest du in diesem Artikel.

Die Macht des Wissens

Mit der Lernstrategie schnell durchkommen? Wissen niemals wieder vergessen? Plötzlich Interesse an den uninteressantesten Dingen bekommen? Ich fürchte da müssen wir dich enttäuschen. Es gibt nicht den einen großen Plan dein Wissen zu vermehren. Also sind alle Lernstrategien Unsinn? Nein, denn jede Lernstrategie hat ihren Ursprung in den Erkenntnissen der Wissenschaft. Diese erweitern sich ständig, so dass alte Strategien verworfen oder geändert werden müssen oder ganz neue entstehen. Jede Lernstrategie sollte daher genau auf den Lernenden zugeschnitten sein.

  • Erkenne deinen Lerntyp – Zu wissen welche Signale dich am besten ansprechen ist die halbe Miete auf der Suche nach der passenden Lernstrategie. Hier findest du ein paar Tipps für die jeweiligen Lerntypen.
  • Arbeite ordentlich – Wenn du etwas lernen möchtest, musst du auch bereit sein etwas dafür zu tun. Desto strukturierter du an das Lernen heran gehst, desto routinierter wirst du werden. Mit der Zeit wird der Aufwand dann auch geringer.
  • Habe Spaß – Quäle dich nicht! Wenn das Lernen dich nur noch stresst musst du dir überlegen ob dein Themenfeld das richtige für dich ist. Nicht jedes Thema macht Spaß, aber wenn du dich nur noch überwinden musst kann dich das gesundheitlich beeinträchtigen.

Mit der App eine Sprache lernen – Geht das?

Mit der App eine Sprache lernen – Geht das?

Ob für das Verständnis im Urlaub oder um deine Erfolgschancen auf der Karriereleiter zu erhöhen, eine neue Sprache zu lernen kann viele Gründe haben. Aber mit der App eine Sprache lernen? „Da bezahlt man sich doch dumm und dämlich und am Ende kommt doch nichts dabei rum.“ „Wenn mein Lehrer es damals nicht geschafft hat, wird mein Handy das heute auch nicht hinkriegen.“ Es gibt noch weitere, unzählige Meinungen zum lernen mit Apps. Wir sind dem Thema auf den Grund gegangen und haben uns für euch gefragt wie man man mit der App eine Sprache lernen kann.

Die App der Wahl

Mit der App eine Sprache zu lernen verschafft einen großen Vorteil. Du musst dich nicht mit endlos vielen Materialien rumschlagen oder schlimmstenfalls diese noch zusammensuchen. Sich für eine App zu entscheiden, kann trotzdem schwerer sein als du es dir vorstellst. Wir haben bereits ein paar der größten Anbieter für Lernapps unter die Lupe genommen. Bei der Wahl für diesen Artikel stellte ich folgende Anforderungen an die App:

  • Für mich war es klar, dass die App umsonst sein muss. Die Probeversionen von Apps mit Bezahlmodell gaben mir nicht ausreichend Zuversicht monatliche Zahlungen in Kauf zu nehmen. Dafür war mein Lernverhalten in der Vergangenheit zu sprunghaft. Nur, weil ich mit der App eine Sprache lernen möchte, heißt es nicht, dass ich mit mehr Ansporn an die Sache heran trete.
  • Spanisch sollte es sein. Mein Englisch ist bereits zufriedenstellend und Spanisch hatte ich zuletzt in der Schulzeit als Fach. Wichtig war zu wissen, ob die App Spanisch als Lernfach überhaupt anbietet. Als eine der Weltsprachen war Spanisch wie erwartet jedoch kein Problem.
  • Alleine geht es auch. Mein Lerntyp ist eine Mischung aus auditiv und visuell. Englisch lernte ich am besten durch englische Medien mit deutschen Untertiteln. Mich mit anderen zu unterhalten war immer ein Hindernis, bis ich mich letztendlich sicher genug fühlte fehlerfrei zu sprechen. Eine kommunikative App schied für mich also aus.
  • Von der Grundlage bis zur Umgangssprache. Ich stelle den Anspruch am Ende meiner Lernphase ein möglichst breites Spektrum der Sprache zu kennen. Ich erwarte nicht den Wortwitz spanischer Komödien zu verstehen, aber zumindest möchte ich genug Wörter kennen um mir das Nötige zusammenzureimen. Die App sollte also Grammatik und Umgangssprache beinhalten.

Nachdem mir meine Ziele und Ansprüche klar waren fiel die Wahl auf Duolingo. Das kostenlose Modell in Verbindung mit viel Inhalt sprach mir zu. Außerdem lockten mich auch die weiteren verfügbaren Sprachen. Wenn es klappen sollte, warum nicht eine weitere Sprache lernen? Aufgepasst! Zu dem Zeitpunkt an dem dieser Artikel erscheint stehen nur Spanisch und Französisch für Deutsche zur Verfügung. Es gibt zwar Zugriff auf alle weiteren angebotenen Sprachen, man muss jedoch Englisch sprechen können.

Die Ersten Schritte

Sobald die App installiert war ging es auch schon los. Profil erstellt, Sprache ausgewählt und festgelegt wie viel Zeit ich täglich zum Sprache lernen aufwenden möchte. Die App gibt mir dazu vier Varianten, von denen ich mich am Anfang für die Längste entschied. Die Stufen sind:

  • Lässig: 5 Minuten am Tag
  • Normal: 10 Minuten am Tag
  • Ernst: 15 Minuten am Tag
  • Verrückt: 20 Minuten am Tag

Die Übungen fielen mir nicht schwer und es stellte sich schnell ein Erfolgserlebnis ein. Gerade die ersten Tage investierte ich mehr Zeit in die App als diese vorsah. Neben den Lektionen gibt es noch eine gemischte Übung, bestehend aus allen bisher abgefragten Vokabeln und Formulierungen. Gut, um sich in einem möglichst breiten Gebiet abfragen zu lassen.

Zwanzig Minuten am Tag sollten doch nicht zu viel sein, oder? Danach folgte direkt erstmal ein Test. Als Nutzer mit „Vorkenntnissen“ stand mir nämlich zur Wahl zunächst mein verbliebenes Wissen auf die Probe zu stellen. Nachdem ich in diesem glorreich scheiterte ging es dann aber trotzdem bei Punkt Null los.

Los ging es mit der Lektion „Grundlagen“. Die Abfragen folgen dabei immer demselben Muster. Es werden hintereinander verschiedene Aufgaben gestellt um eine Teillektion abzuschließen. Besonders in den ersten Teillektionen musste ich vorrangig Wortbausteine anwählen, die die jeweilige Übersetzung anzeigen. Dabei gab es sowohl die Variante deutsche Sätze, als auch aus dem Spanischen ins Deutsche zu übersetzen. Auch eine Art „Wort-Memory“ gibt es als Übung. Dabei muss man, wie der Name bereits andeutet, Paare unter einer Sammlung spanischer und deutscher Worte anwählen. Später musste ich dann auch selbst schreiben, was sich mit steigendem Anspruch auch als problematischer darstellte. Jede Teillektion gibt eine Menge an sogenannten „XP“ ähnlich wie bei einem Videospiel. Für fehlerfreies Beantworten erhält man mehr Erfahrungspunkte. Hat man genug „XP“ gesammelt ist das Tagesziel erfüllt.

Die Übungen fielen mir nicht schwer und es stellte sich schnell ein Erfolgserlebnis ein. Gerade die ersten Tage investierte ich mehr Zeit in die App als diese vorsah. Neben den Lektionen gibt es noch eine gemischte Übung, bestehend aus allen bisher abgefragten Vokabeln und Formulierungen. Gut, um sich in einem möglichst breiten Gebiet abfragen zu lassen.

Die Ersten Probleme

Bereits früh stellte ich fest, dass der Anspruch an den Nutzer nicht der höchste ist. Bei den Wortbausteinen gab es beispielsweise häufig Wörter, die groß geschrieben waren. Diese bildeten ausnahmslos immer den Anfang der Übersetzung. Zwar spielt die App mit diesen Erwartungen und schreibt zu späterem Zeitpunkt Wörter groß, die gar nicht zu der Übersetzung gehören oder nicht am Anfang stehen. In der Regel konnte ich mich aber immer an großgeschriebenen Worten orientieren.

Ähnlich verhielt es sich mit anderen Übungen. Ich lernte schnell die Mechanik hinter der Abfrage ohne mich auf die tatsächliche Abfrage zu konzentrieren. Einfach nur die Lektionen abzuarbeiten war also keine Möglichkeit dauerhaft die Sprache zu lernen. Ich begann schnell damit die Lösungsmöglichkeiten mit der Hand abzudecken und erst einmal aus dem Gedächtnis die Teillektionen zu beantworten.

Mehr Erfahrung

Nach der ersten Woche gelangte ich langsam in einen für mich unbekannten Bereich der Sprache. Mit der steigenden Schwierigkeit wuchs auch die Zeitinvestition. Dadurch suchte ich zunehmend nach Möglichkeiten schnell mein Tagesziel zu erfüllen. Ich wollte nur meine „XP“ auffüllen anstatt mich mit meinem eigentlichen Ziel zu beschäftigen: die Spache lernen.

Eine Lektion besteht immer aus fünf Stufen, welche wiederum aus einzelnen Teillektionen besteht. Auf den niedrigen Stufen sind es nur zwei, auf höheren auch mal mehr als zwölf. Diese Teillektionen lassen sich überspringen. Man macht dazu einen Test mit mehreren Abfragen, in dem man nur drei Fehler machen darf. Ab dem vierten Fehler gilt der Test als gescheitert. Besteht man den Test steigt man in der Lektion eine Stufe auf und erhält sämtliche „XP“, die die Lektion ausmachen. Dadurch kommen bei 50 verlangtem „XP“ pro Tag schonmal durch einen solchen Test mehrere hundert „XP“ zusammen.

Anstatt also meine Übungen gewissenhaft zu machen habe ich Stufen alter, einfacher Lektionen übersprungen. Das lässt sich natürlich eher meinem Lernverhalten als der App vorwerfen. Nicht zuletzt aus diesem Grund habe ich aber mein Tagesziel eine Stufe niedriger gestellt.

Der innere Schweinehund

Bevor ich jedoch zurückstufte kam der Punkt, welchen ich zuvor bereits oft erreicht hatte. Die Lustlosigkeit setzte ein. Das tägliche Lernen wurde immer mehr zur Qual und ich fühlte mich auch nur bedingt durch die App bereichert. Eigentlich war mein Ziel die Sprache zu lernen, aber ich hatte mir aus irgendeinem Grund schnellere Erfolge erhofft.

Selbst heute habe ich mich nicht weit in die Formen der Grammatik eingearbeitet. Stattdessen kann ich auf Spanisch sagen: „Dein Pferd ist Kassierer und trinkt Milch.“

Es dauerte bestimmt drei bis vier Tage der Faulenzerei, bis ich die Stufe zurückstellte und mich selbst motivierte wieder ordentlich zu lernen. Pausen gehören klar zum Lernen dazu. Dass Duolingo einen sogenannten „Streak“, Englisch für Strähne, beinhaltet macht so etwas aber nicht einfacher. Der „Streak“ zeigt an, wie viele Tage man in Folge erfolgreich gelernt hat. Vor kurzem erst habe ich meine 70-tägigen Siegessträhne verloren, weil ich über das Wochenende im Urlaub war. Man muss sich jedoch klar machen, dass es eine zusätzliche Motivation darstellt und keine notwendige Voraussetzung.

Zwei Paar (Sprach-)Socken

Deutsch ist eine schwere Sprache. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zu formulieren. Nebensätze machen einen großen Teil der Sprachführung aus. Die Aussprache ist ebenso wichtig wie die Schreibweise und die Zusammenhänge zwischen den Wörtern erschließen sich manchmal erst aus dem Satzbau heraus.

Warum das wichtig ist? Spanisch ist sehr viel klarer strukturiert. Die regelmäßigen Verben folgen einem klaren Muster in der Konjugation. Übersetze zum Beispiel „schreibt“. Ohne Zusammenhang ist nicht klar ob ich wissen will: „er, sie, es schreibt“ oder „ihr schreibt“. Stehen beide zur Auswahl kann es sein, dass man an eine Grenze gerät, die als Nutzer nicht zu erkennen ist.

Ähnlich verhält es sich mit bestimmten Formulierungen. Manchmal ist es nicht klar warum ein Verb in einer Formulierung genutzt wird und eine Erklärung wird nicht gegeben. Duolingo bietet hierzu eine Kommentarfunktion für jede Abfrage. Gerade bei mehrdeutigen Antwortmöglichkeiten sieht man die Kommentaranzahl in die Höhe schnellen. Leider helfen die Kommentare nicht dabei vorher zu erkennen, was die App vom Nutzer verlangt.

Auch dass manche Formulierungen wortwörtlich übersetzt werden müssen kann für Frust sorgen. Ob ich nun „weder groß noch klein“ oder „weder klein noch groß“ schreibe ist doch nun wirklich nicht wichtig. Natürlich muss die App irgendwie wissen, dass ich die richtigen Wörter entsprechend zuordne. Etwas mehr Freiheit beim Übersetzen wäre aber trotzdem schön gewesen.

Die Realität

Eine Sprache zu lernen bedeutet Zeit zu investieren und das möglichst oft und regelmäßig. Eine App erspart einem zwar Material und ist mobil einsetzbar, dafür fehlten mir Erklärungen oder die Möglichkeit „frei Schnauze“ zu übersetzen.

Habe ich das Lernen also aufgegeben? Nein.

Würde ich davon abraten eine App zu benutzen um eine Sprache zu lernen? Ebenfalls nein.

Ich würde aber jedem empfehlen sich bewusst zu machen welche Möglichkeiten eine App besitzt. Trotz Empfehlungen kann die App das richige Lerntempo nicht vorschreiben. Auch fehlende Erklärungen können zu einer richtig auswendig gelernten Sprache führen, bei der aber die Hintergründe dem Lernenden falsch oder gar nicht bekannt sind.

Kann man eine App denn empfehlen? Ja, wenn sie als Basis für den Sprachgebrauch gesehen wird. Nach fast zwei Monaten bin ich nicht in der Lage mich auf Spanisch zu unterhalten oder einer Unterhaltung zu folgen. Das Gerüst der Sprache ist mir aber durchaus bewusst geworden und ich werde mich weiterhin durch die App fortbilden. Vielleicht kann ich dann eines Tages sagen: Ja, eine Sprache lernen mithilfe einer App ist machbar und sinnvoll.

Bis dahin bleibt eine App wohl nichts weiter, als ein gut strukturiertes Nachschlagewerk.

Essay schreiben – Welche Fehler du vermeiden solltest

Essay schreiben – Welche Fehler du vermeiden solltest

Das Essay ist eine der ältesten, noch gebräuchlichen Textformen, an denen sich ein Autor versuchen kann. Und dabei stellen sich diverse Fragen. Welche Art von Essay möchtest du schreiben? Worüber möchtest du schreiben? Wem möchtest du das Essay zur Verfügung stellen? Und heißt es eigentlich „der Essay“ oder „das Essay“? Wir haben dir die wichtigsten Bestandteile eines Essays zusammengestellt, damit du keine Fehler machst.

1. Welches Essay schreiben?

Möchtest du ein Essay schreiben musst du dich zwischen zwei Formen entscheiden:

  1. Die „nicht-fiktionale literarische Prosaform“: Was kompliziert klingt, ist einfach umzuformulieren. „Nicht-fiktional“ bedeutet, dass die Sachverhalte, um die es in deinem Essay geht, nicht ausgedacht sind. Du darfst dich ausschließlich auf reale Tatbestände beziehen. „Literarische Prosaform“ beschreibt die Textform, nämlich ein geschriebenes Werk. Eine Prosa ist ein Text, der nicht in Versen oder mit rhythmischer Sprache verfasst wurde. Ein Gedicht ist somit kein Essay.
  2. Die „erklärende und argumentative Form“: Klingt einfacher als die erste Form, ist aber die schwerer zu formulierende. Bei dieser Form wird nämlich ein konkreterer Sprachaufbau verlangt. Klare, strukturierte Sätze bieten die Möglichkeit wissenschaftlich mit dem Essay zu arbeiten. Die Perspektive des Autors muss jedoch auch hier erkennbar bleiben.

Die erste Form ist verbreiteter als die zweite. Dennoch solltest du dir überlegen für welches Publikum du dein Essay erstellst. Ein Professor könnte ein ausschweifendes Essay schlechter bewerten. Die Leser deines Blogs hingegen werden dir für etwas mehr Rhetorik dankbar sein.

  • Verschaffe dir einen Überblick über dein Thema
  • Finde eine zentrale Leitthese
  • Erkenne dein Publikum

2. WElchen AufBau soll dein Essay haben?

Ein Essay wird immer in einer festgelegten, dreiteiligen Form geschrieben: Einleitung, Hauptteil Schluss. Dein Hauptteil sollte, wie der Name bereits sagt, beim Essay schreiben den größten Teil einnehmen. Einleitung und Schluss sind aber nicht zu vernachlässigen!

Die Einleitung beinhaltet die zentrale Fragestellung deines Essays. Du kannst zum Beispiel aus einer Beobachtung heraus eine Überlegung formulieren, die daraufhin den Leitfaden für dein Essay bildet. Du solltest für deine Überlegung ein wenig Grundwissen mitbringen, aber kein Fachwissen.

Dein Hauptteil sollte zu großem Teil aus deinen eigenen Gedankengängen bestehen. Versuche nicht eine neue Lösung für deine Fragestellung zu finden, sondern eine alternative Sicht herauszuarbeiten. Niemand erwartet von einem Essay eine exakte Problemlösung. Unter Umständen kannst du auch etwas ausschweifender werden. Beachte jedoch in welcher Form du dein Essay schreiben möchtest und behalte dein Thema im Fokus.

Dein Schluss wiederholt deine zentrale Fragestellung. Du solltest in diesem Teil mindestens eine für dich schlüssige Lösung zu deinem Thema anbieten. Diese kannst du durch die im Hauptteil erarbeiteten Erkenntnisse begründen.

  • Klarer Aufbau: Einleitung, Hauptteil, Schluss
  • Ein einziges Thema, auf das immer wieder zurückgegriffen wird
  • Fragestellung im Bezug auf das Thema beantworten

3. Was darfst du auf keinen Fall vergessen?

Ein Essay ist ein Gedanken-Experiment. Du musst dir verinnerlichen, dass ein Essay schreiben nicht bedeutet eine vollständige, wissenschaftliche Abhandlung zu verfassen. Es geht mehr um eine neue Sicht auf bereits bekannte Sachverhalte. Im Zentrum stehen hierbei deine Gedanken, schreibe aus der „Ich“-Perspektive. Du darfst auch abschweifen, solange du dadurch interessante und relevante Sachverhalte einbeziehst.

Nutze den Aufbau beim Essay schreiben. Dein Anfang ist eine hervorragende Möglichkeit das Interesse deines Publikums zu wecken. Verwende eine Überschrift, die Lust auf mehr macht. Stelle heraus, warum die von dir gestellte Frage dich reizt. Sprich dein Publikum direkt mit „Du“ an. Dein Mittelteil sollte das aufgebaute Interesse weiter fördern. Hole nicht zu weit aus und hangele dich an deinem Leitfaden entlang. Versuch dich so auf ein konkretes Ende hinzuarbeiten. Das hilft dir den Schluss prägnant und verständlich zu halten.

Auch wenn die Form nicht anspruchsvoll erscheinen mag, die Sprache, die du verwendest, sollte es sein. Nutze rhetorische Mittel zur Unterstützung deiner Gedankengänge. Stelle deinem Publikum rhetorische Fragen, zitiere und verleihe deinen Sätzen einen persönlichen Stil. So wie du einen Gedanken formulieren würdest, gehst du auch beim Essay schreiben vor.

  • Gedanken-Experiment: Eine neue Sicht auf bereits bekannte Sachverhalte
  • Mach dein Essay interessant
  • Verwende anspruchsvolle Sprache
  • Setze rhetorische Mittel ein

Wir hoffen wir konnten dir einen kleinen Einblick in das Essay Schreiben geben. Übrigens kann man sowohl „das“ als auch „der“ Essay schreiben und sobald du dein erstes Essay schreibst, bist du ein Essayist. Irre oder?

Konzentration durch Bewegung fördern

Konzentration durch Bewegung fördern

Sich zu bewegen trainiert den Körper und ist wichtig für die Gesundheit. Aber es lässt sich auch die Konzentration durch Bewegung fördern. Bewegung versorgt nicht nur das Hirn mit Sauerstoff und hilft Verbindungen zwischen Synapsen zu schaffen. Sie kann auch wortwörtlich den Kopf frei machen und hilft uns so unsere Konzentration zu fördern.

Den Kopf versorgen

Sport ist ein natürlicher Ausgleich für Stress und geistige Arbeit. Bewegung verschafft dem Gehirn neue Situationen und Abläufe, in denen der Körper agieren und reagieren muss. Dadurch bildet er unter anderem auch Stoffe, die der Körper braucht, um Nervenzellen zu bilden und verbinden. Und dass diese wichtig für die kognitiven Bereiche sind ist bekannt. Gerade im Alter ist es wichtig mit Bewegung gegen das steigende Sterben der Nervenzellen anzugehen.

Auch Dopamin soll durch Bewegung langsamer abgebaut werden. Dopamin ist ein Stoff, der deine Stimmung aufhellt und für wichtige Prozesse in deinem Gehirn verantwortlich ist. Selbtverständlich fördert Bewegung auch die Durchblutung, was zu einer besseren Versorgung des Gehirns führt. Deine Konzentration durch Bewegung zu fördern ist also fast schon ein „Selbstläufer“.

Die richtige Dosis

Beim Sport verhält es sich wie bei vielen anderen Tätigkeiten: er muss auf den Ausführenden zugeschnitten sein. Will man seine Konzentration durch Bewegung fördern ist das richtige Maß ein entscheidender Faktor. Dabei solltest du für dich individuell entscheiden, wie viel Bewegung du haben möchtest und vor allem welcher Art. Es gibt für jeden Typ eine Sportart. Selbst der größte Bewegungsmuffel kann es schaffen täglich einen Kilometer zu laufen.

Ob du dich zu viel oder zu wenig bewegst ist eine Frage der Routine. Hast du nach dem Sport nicht das Gefühl ruhig und konzentriert zu sein, hast du dich vielleicht zu kurz betätigt. Bist du nach deiner Bewegungsphase dagegen zu müde, um einen klaren Gedanken zu fassen, ist dein Sport zu anstrengend. Beginnst du gerade erst mit Bewegungsübungen kann es vorkommen, dass es dir zu anstrengend erscheint. Taste dich langsam an dein Ziel heran!

Gestalte deine Bewegungen abwechslungsreich. Besteht dein Sport jedes Mal nur aus Liegestützen wird es immer schwerer werden der Bewegung etwas abzugewinnen. Willst du deine Konzentration fördern, solltest du Abwechslung schaffen. Das kann ein Ortswechsel sein, eine Veränderung der Übung oder andere Einflüsse, die dich in deiner Bewegung unterstützen.

Vor allem eines solltest du aber nie vernachlässigen: Sport sollte Spaß machen.

Einmal leer machen, bitte!

Beim Sport werden verschiedene Hirnregionen aktiviert. Insbesondere der Teil, welcher für die motorischen Funktionen, wie Koordination und Bewegung verantwortlich ist. Zum Ausgleich wird der Teil, der vorrangig für das Denken und Planen verantwortlich ist langsam ausgestellt. Das schafft Freiraum und man kann sich nach der Bewegung besser auf neue Dinge konzentrieren.

Es erfordert jedoch einiges an Übung und auch Glück diesen Effekt hervorzurufen. Nicht jedermann kann beim Sport alle Gedanken verdrängen und selbst dann ist nicht mit Sicherheit eine höhere Konzentration in Aussicht. Wichtig für diesen Effekt ist die Freude an der Bewegung und die Routine mit der diese durchgeführt wird. Desto öfter du dich bewegst, desto schneller lässt sich dein Körper und damit dein Gehirn darauf ein. Es kann immer mal vorkommen, dass du nach 40 Minuten Sport immer noch keinen klaren Gedanken fassen kannst. Dennoch sei gesagt: Möchtest du deine Konzentration durch Bewegung fördern möchtest, solltest du auch trotz so mancher Rückschläge bei der Stange bleiben.

Auch die Effekte auf lange Sicht solltest du nicht unterschätzen. Nach ein paar Runden um den Block wirst du vermutlich nicht die Lösung für den Klimawandel parat haben. Auf Dauer wirst du aber in der Lage dich leichter auf neue Sachverhalte einzulassen und mit ihnen umzugehen.

Konzentration durch Bewegung zu fördern ist für jeden etwas sehr sinnvolles. Es gibt aber auch noch weitere Möglichkeiten deine Konzentration zu steigern. Lies doch auch mal unsere anderen Beiträge zum Thema Konzentration: Deine Konzentration steigern – Auch im Alltag Konzentrationsübungen für mehr Ausgeglichenheit